Dienstag, 9. Februar 2010

Preisbetrachtungen II - Kontraindikation

Schon eigenartig, daß die Preise für einen 2cl großen Single Malt im Gastrobereich bei ca. Eur 10 liegen bzw. anfangen. Wenn ich hier einmal einen Vergleich zum Wein ziehen darf - wo die Preisspannen "nur" im Bereich von 50% bis 300% liegen - beträgt der Aufschlag beim Lebenswasser doch glatte 1000%!

Das simple Rechenexempel:
Flascheneinstandspreis €35, bei 0,7l Inhalt ergibt das 35 Gläser zu 2cl à €10, also in Summe €350, glatt das Zehnfache(!) des Einstandspreises.

So unverschämt ist nicht einmal die Spitzengastronomie beim Wein!
Fast scheint es, als ob die Preiskurve linear mit dem Alkoholgehalt ansteigt - bei den Digestifs ist die Preisgestaltung ja im Allgemeinen leider recht hoch.

Post Scriptum:
Und bitte keine Argumente wie jene der geringeren Umschlagshäufigkeit im Vergleich zu Wein - ergo gebundenes Kapital, hohen Personalkosten, und und und.. .
Wer mehr verkaufen will, braucht eine moderate Preispolitik und aktives Pushing des Produkts bzw. Themenschwerpunkte.
Aber Whisky ist - und bleibt? - ein Nischenprodukt, dem zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Leider! Zudem fungieren die Getränke als Quersubventionsträger in der Gastronomie. Fast scheint es, als haben sie alleine alle Gemeinkosten zu tragen. Quo vadis, Kostenwahrheit?

Nachlese: Preisbetrachtungen Teil 1

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